Neues Ad-Label in der Google-Suche: „Sponsored results“ – was sich ändert und was es bedeutet
Google führt weltweit ein neues „Sponsored results“-Label ein. Textanzeigen erscheinen gebündelt unter dieser Überschrift; das Label bleibt beim Scrollen sichtbar. Zusätzlich können Nutzer den gesamten Anzeigenblock über „Hide sponsored results“ einklappen. Ziel: mehr Transparenz und eine klarere Trennung zwischen bezahlten und organischen Treffern.

Was ändert sich konkret?
Gemeinsame Überschrift: Alle Textanzeigen erscheinen gebündelt unter der größeren, dauerhaft sichtbaren Kennzeichnung „Sponsored results“. Beim Scrollen bleibt das Label präsent.
„Hide sponsored results“: Nutzer können den gesamten Anzeigenblock einklappen, um sich nur auf organische Ergebnisse zu konzentrieren.
Globaler Rollout & Design-Update: Google spricht von einem der sichtbarsten Label-Updates der letzten Jahre – mit potenziellem Einfluss auf Wahrnehmung und Klickverhalten. Zudem wird das Kennzeichnungskonzept auf Shopping-Ergebnisse übertragen: Product Listing Ads erscheinen gebündelt unter „Sponsored products“ (bzw. lokalisiert), sodass bezahlte Produktkacheln ebenso klar als gesponsert erkennbar sind.
Warum das Update wichtig ist
Nach Jahren teils uneinheitlicher Ad-Labels soll das neue Design Transparenz erhöhen und die Navigation vereinfachen. Für Werbetreibende kann die gebündelte Darstellung zweischneidig sein: Einerseits wirkt der Anzeigenbereich klarer und vertrauenswürdiger, andererseits könnte die Einklapp-Funktion den Anzeigen-Traffic reduzieren – je nach Suchintention und Nutzerverhalten. Erste Branchenanalysen erwarten Auswirkungen auf CTR und Scroll-Verhalten, die je nach Query-Typ variieren dürften.
Implikationen für SEA & SEO
Positionierung & Assets: Wenn Anzeigen als Block wahrgenommen werden, zählen starke erste Zeilen, klare USPs und Sitelinks noch mehr, um im sichtbaren Bereich zu überzeugen.
Query-Strategie: Informative vs. transaktionale Suchanfragen könnten unterschiedlich reagieren. Beobachte Marken- vs. generische Keywords separat.
SEO-Chance: Eingeklappte Ads bedeuten in manchen Sessions mehr Aufmerksamkeit für organische Treffer – saubere Snippets, FAQs/How-tos und strukturierte Daten gewinnen weiter an Wert.
To-dos für Marketer
Führe einen strukturierten Vorher-/Nachher-Vergleich durch: Vergleiche CTR, CPC, Conversion-Rate und Top-Impressions-Rate explizit vor und nach dem Rollout und segmentiere die Daten nach Brand vs. Generic sowie Mobile vs. Desktop, damit du Effekte des neuen Labels sauber isolierst.
Schärfe deine Creatives gezielt: Teste mehrere RSA-Varianten, platziere Proof-Elemente wie Bewertungen und Garantien prominenter und ordne Sitelinks klaren Nutzerintentionen (z. B. Beratung, Angebote, Zubehör) zu.
Beobachte die SERP systematisch: Tracke Veränderungen in organischer CTR und durchschnittlicher Position für deine Kern-Queries und dokumentiere parallel sichtbare SERP-Features, um mögliche Verdrängungs- oder Aufmerksamkeitseffekte zu erkennen.
Stärke SEO parallel: Optimiere Title/Description und Snippet-Struktur, ergänze FAQ-Module mit strukturierten Daten (FAQPage) und vertiefe Inhalte für informationale Suchintentionen, damit organische Treffer maximal profitieren, wenn Nutzer Anzeigen einklappen.
Fazit
Mit dem gebündelten „Sponsored results“-Label zieht Google einen klareren Trenner zwischen bezahlten und organischen Treffern. Das dauerhaft sichtbare Label vereinfacht die Orientierung, ohne die maximale Anzahl der Textanzeigen pro Gruppe zu erhöhen. Die Option „Hide sponsored results“ stärkt die Kontrolle der Nutzer und zahlt auf Transparenz sowie Vertrauen ein – besonders wichtig in einer SERP, die sich mit KI-basierten Overviews und neuen Ergebnisformaten weiterentwickelt. Für Marketer bedeutet das: Anzeigen bleiben präsent, werden aber bewusster als Werbung wahrgenommen. Kurzfristig kann sich die CTR je nach Suchintention verschieben; mittel- bis langfristig ist eine höhere Klickqualität wahrscheinlich. Wer seine Creatives schärft, Intent-basierte Erweiterungen nutzt und SEO parallel stärkt, profitiert trotz veränderter Wahrnehmung von stabiler Performance.









